deutsch   english

Virtuelle Realität und parasoziale Interaktion

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektdauer: Juni 1997 bis Juni 1999

 

Inhalt

Im Rahmen dieses Projektes wurde eine Softwareplattform entwickelt, die es ermöglicht, auf der Grundlage sog. Zeitreihenprotokolle realer Interaktionsverläufe Computersimulationen nonverbalen Verhaltens zu erstellen und diese unter experimenteller Kontrolle zur Beurteilung darzubieten. Im Rahmen von Wirkungsanalysen konnte nachgewiesen werden, dass die Wahrnehmung computergenerierten nonverbalen Verhaltens tatsächlich zu sozio-emotionalen Effekten führt,die solchen in Face-To-Face-Interaktionen vergleichbar sind: Obwohl sich hinsichtlich sowohl visueller Aufmerksamkeit (Blickverhalten) als auch emotionaler Involviertheit (physiologische Aktivierung) deutliche Unterschiede zwischen der Darbietung von Animations- versus Videosequenzen zeigen lassen, verlaufen die Eindrucksbeurteilungen weitgehend gleichsinnig. Die neue Methodik empfiehlt sich daher für densystematischen Einsatz im Bereich der experimentellen Kommunikationsforschung.

 

Abbildung 1

Literatur

  • Bente, G. & Krämer, N. C. (2002). Virtuelle Gesten: VR-Einsatz in der nonverbalen Kommunikationsforschung. In Bente, G., Krämer N. C. & Petersen, A. (Hrsg.), Virtuelle Realitäten (S. 81-107). Göttingen: Hogrefe
  • Bente, G., Krämer, N. C., Petersen, A. & de Ruiter, J. P. (2001). Computer Animated Movement and Person Perception. Methodological Advances in Nonverbal Behavior Research. Journal of Nonverbal Behavior, 25 (3), 151-166.
  • Bente, G., Krämer, N. C., Petersen, A. & de Ruiter, J. P. (2001). Transcript-based Computer Animation of Movement. Evaluating a new Tool for Nonverbal Behavior Research. Behavior Research Methods, Instruments and Computers, 33, 3, 303-310.
  • Bente, G., Petersen, A., Krämer, N.C. & Buschmann, J.-U. (1999). Virtuelle Realität im Forschungseinsatz. Ein Wirkungsvergleich videovermittelter und computersimulierter nonverbaler Kommunikation. Medienpsychologie: Zeitschrift für Individual- und Massenkommunikation, 2, 95-120.